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(1) Die Lecture Performance zwischen wissenschaftlicher Autorität und künstlerischer PerformanzA few thoughts about ‘the’ lecture performance format… (to be continued) Die lecture, als wissenschaftliche Rede, die in ihrem Vollzug gleichsam Wissenschaft konstituiert, scheint für Kunstschaffende aller Disziplinen ein interessantes Feld zu sein: Der Kunstschaffende begibt sich ans Vortragspult des Wissenschaftlers und (be)treibt einen Grenzgang zwischen Rede und Demonstration, zwischen Diskurs und Erzählung, der kritisch und spielerisch zugleich die scheinbar klaren Trennungen zwischen Wissenschaft und Kunst verwischt. Denn die Lecture Performance nutzt die Autorität des wissenschaftlichen Vortrags nicht nur, sondern unterläuft sie zugleich. Dies geschieht entweder durch die Kontextualisierung der Lecture in einer (künstlerischen) Disziplin (Tanz, Theater, Bildende Kunst, Musik, etc.), was Auswirkungen af Konventionen der Darstellung oder Erwartungshaltungen von Rezipienten hat. Obwohl der kontextuelle (künstlerische) Rahmen nur andeutungsweise oder punktuell aufgerufen wird und sich dadurch nicht voll konstitutiert (als Beispiel seien die kurze tänzerischen Passagen in Xavier Le Roys Product of Circumstances angeführt), läuft dieser dennoch der wissenschaftlichen Rahmung entgegen. Von einer Kontextualisierung kann aber auch abgesehen werden (vgl. Adsense von a rose is am 8. Dezember 2004 oder Marten Spangbergs Extra Clear Power am 8. Juli 2004 im AtelierFrankfurt), aber auch dann kontrastiert die suchende und selbstreflexive Erprobung des Künstlers die autoritative und objektivierte theoretische Performance von Wissen im wissenschaftlichen Vortrags, mit der sie konkurriert und zugleich spielt. By Janine Hauthal at 2005-01-13 11:48 | General | login to post comments | previous forum topic | next forum topic
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