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Körper-SpracheAuf der deutschen Tanzplattform, die alle zwei Jahre dem internationalen Fach- und Veranstalterpublikum zeigen soll, was im freien zeitgenössischen Tanz hierzulande so vor sich geht, konnte man es dieses Jahr sehen: ganz schön beredt, diese Kunstform. Nicht nur ist die Sprache für viele Choreografen ein geläufiges Ausdrucksmittel, sondern Stücke wie Xavier Le Roys „project“ begreifen Choreografie nicht mehr nur als Komposition der schönen, virtuosen Körperform. Sie betreiben theoretische oder auch gesellschaftliche Recherche und wagen sich bis in komplexe analytische Diskurse vor. Ob Tanz dazu taugt oder vielmehr: ob das, was da entsteht, sich noch Tanz nennen darf, ist eine in den Feuilletons heiß geführte Debatte. Für die Künstler stellt sich diese Frage nicht, folgen sie doch in erster Linie ihren inhaltlichen choreografischen und tänzerischen Interessen. So gesehen ist Petra Sabisch eine fast schon exemplarische Wanderin zwischen den Welten, die in ihrer Arbeit längst zu einer zusammen gewachsen sind. Für die junge Choreografin mit Sitz in Berlin und Paris gehören die praktische und die theoretische Auseinandersetzung mit Bewegung und der Wahrnehmungssituation, in der sie im Rahmen einer Tanz-Aufführung stattfindet, untrennbar zusammen. Folgerichtig hat sie nicht nur diverse wissenschaftliche Publikationen über Tanz und Körpertheorie vorzuweisen, sondern auch mit Künstlern wie Jérôme Bel oder dem französischen Kollektiv Superamas (...) gearbeitet. In der work-in-progress-Reihe „Test um 6“ der Tanzfabrik stellt Sabisch heute „Kontaminiert“ vor, eine Lecture-Performance, die versucht, auf der Grenze zwischen Körpertheorie und Tanz entlang zu wandern – immer dem Drang folgend, sich darüber bewusst zu werden, wie das eigene Medium funktioniert... Constanze Klementz i. d. Berliner Morgenpost am 22.05.04 By Presse at 2005-08-19 11:38 | Petra Sabisch: "Contaminated" | login to post comments | next forum topic
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